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Firmenchronik




Die zentralen Etappen in der Entwicklung des Unternehmens
Chronik zum 125jährigen Bestehen von Grabmale Geuer (Jubiläumsjahr 2004)
125 Jahre
Schon seit Jahrtausenden übt das Material „Naturstein“ auf die Menschen eine besondere Faszination aus. Selbst in der heutigen schnelllebigen Zeit ist Naturstein für viele Menschen immer noch ein Synonym für Beständigkeit, Härte, Natürlichkeit und auch einfach nur etwas Besonderes. Dem Naturstein widmet sich seit nunmehr 125 Jahren das Unternehmen Michael Geuer in Grevenbroich. Eine Besonderheit schon vorab: Alle bisherigen Nachfolger des Firmengründers hießen, wie dieser, Michael. Um die Übersicht über die „Michaels“ zu behalten, werden diese im Folgenden mit Nummern versehen (I-V).
Wir schreiben das Jahr 1840: In Oberdollendorf bei Bonn erblickt Michael (Hubert) Geuer als Sohn des Winzers Theodor Geuer und seiner Frau Gertrud das Licht der Welt.Michael(I)ergreift nicht, wie man vermuten könnte, den Beruf des Vaters; er macht stattdessen eine Ausbildung zum Steinhauer (Steinmetz) und legt 1861 in Königswinter die Gesellenprüfung ab. Der weitere berufliche Werdegang Michaels lässt sich nicht exakt rekonstruieren; zwischenzeitlich wohnt er in Honnef, dann soll unter anderem in Köln gearbeitet haben. Später gelangt er nach Neuss, wo er Katharina Hebben kennen lernt, die er 1873 heiratet. 1874 wird ein Sohn geboren, der auf den Namen Michael(II) getauft wird, der zweite Sohn erhält den Namen Theodor (Theo). Sohn Peter stirbt noch im Säuglingsalter. 1879 gründet Michael senior in Grevenbroich die Firma Michael Geuer, Grabmale und Naturstein. Der erste Werkplatz der Firma befindet sich im Bereich der heutigen „Alten Bergheimerstraße“, Hausnummer 5. Später wird der Werkplatz an das Ufer der Erft verlagert, an die Bergheimerstraße 10.
Die erste Werkstatt an dem Gelände an der Erft ist ein einfacher, offener Holzschuppen. 1892 stirbt Michael Geuer senior, seine Witwe führt nun mit dem Sohn Michael(II) den Betrieb, bis Michael diesen dann übernimmt und mit seinem Bruder Theo gemeinsam einige Jahre als „Gebrüder Geuer“ führt. In der gemeinsamen Zeit errichten die beiden Brüder unter anderem in der Pfarrkirche in Elsen eine Kanzel aus Savonnieres-Kalkstein, die leider bei der Ausstattung der Kirche mit der ersten Mikrofon- und Lautsprecheranlage entfernt wurde. Danach trennen sich die Gebrüder wieder, Michael(II) führt fortan den Betrieb alleine, Theo arbeitet als Holzbildhauer und Modeleur und eröffnet auf der Bahnstraße 50 eine Werkstätte für kirchliche Kunst und ein Ladengeschäft für Einrahmungen, Devotionalien, Schreib- und Bürobedarf. Theo fertigt unter anderem für die Kirche in Evinghoven die Front und das Gehäuse der Orgel, die von dem Grevenbroicher Orgelbauer Köpp dort errichtet wird. Auch ein Korpus für das Missionskreuz in Fliesteden und ein Altaraufbau in der Pfarrkirche Allrath werden von ihm angefertigt.  
Michael heiratet Ursula Pesch aus Neurath und 1909 wird als eines von 3 Kindern Sohn Michael(III) geboren. Ein zweiter Sohn, Peter, stirbt mit 9 Jahren. Die Tochter Gertrud ist vielen älteren Grevenbroichern als spätere Inhaberin eines Porzellangeschäftes (Rütten) auf der Breite Strasse in Grevenbroich bekannt. Michael(III) erlernt den Beruf des Steinmetz, widmet sich aber auch dem künstlerischen Bereich, so absolviert er 6 Semester an der Kölner Werkschule unter Professor Wallner. Auch Gertrud hilft im Betrieb mit.  
Nach 1930 muss der Bretterschuppen dann einer größeren Werkstatt weichen. Doch so idyllisch, wie der Werkplatz an der Erft aus heutiger Sicht vielleicht erscheinen mag, so widrig sind mitunter die Umstände, mit denen man dort zu kämpfen hat. So legt die sonst so ruhig dahinfließende Erft auch einmal den Betrieb teilweise lahm, als sie ihr Bett verlässt und Teile des Werkplatzes unter Wasser setzt. 1945 stirbt Michael senior, Michael(III) leitet jetzt den Betrieb. Michael heiratet Emilie Breiden aus Gustorf, beide haben zwei Söhne, Michael(IV) und Walter. Während Michael beruflich in die Fußstapfen des Vaters tritt und im väterlichen Betrieb eine Steinmetzlehre absolviert, erlernt Walter den Beruf des Buchbinders. Um 1955 wird die Werkstatt abgerissen, ein neues, massives Werkstattgebäude von 9 x 18 m wird errichtet. Schon bald erweist sich dieses Gebäude als zu klein und wird auf die doppelte Größe erweitert. Michael (IV) legt 1958 in Krefeld als Jahresbester die Gesellenprüfung ab. 1961 wird auf die Werkstatt eine Wohnetage aufgestockt. 1963 legt Michael (IV) die Meisterprüfung ab.  
Vater und Sohn Michael leiten den Betrieb gemeinsam, Michael (IV) heiratet 1965 Josepha Dümpelmann aus Damm, 1966 wird ein Sohn geboren, der nach der Tradition den Namen Michael (V) erhält. 1970 kommt Tochter Elisabeth zur Welt. 1973 stirbt Emilie Geuer überraschend nach einem Oberschenkelhalsbruch in der Nacht vor ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus. Michael (III) zieht sich daraufhin aus dem Betrieb zurück. Michael (IV) und Josepha ziehen mit ihren Kindern zu ihm und übernehmen den Betrieb, für 5 Jahre leben nun 3 Generationen Michael unter einem Dach. 1978 stirbt Michael (III). Michael (V) erlernt ab 1985 den Beruf des Steinmetz- und Steinbildhauers und legt 1988 die Gesellenprüfung ab. In den Jahren 1990 und 1991 erweitert Michael (V) seine Kenntnisse, er arbeitet in verschiedenen Firmen, und gelangt unter Anderem an den Niederrhein, wo er z. B. an der Restaurierung von Maßwerkfenstern an einer Kirche mitarbeitet.
1991 muss der Betrieb an der Erft im Rahmen der Beseitigung des schienengleichen Bahnüberganges Rheydterstraße und dem Bau des Elsbachtunnels dem immer mehr anwachsenden Innenstadtverkehr weichen; die Firma wird an die Lindenstraße 63, nahe dem Hagelkreuz verlagert, an eine der Hauptdurchfahrtsstraßen Grevenbroichs. Das Betriebs- und Wohngebäude an der Bergheimer Straße wird abgerissen, im Bereich des ehemaligen Betriebsgeländes finden sich heute eine neue Brücke über die Erft und ein Teilbereich der Elsbachspange. Michael (V) legt 1993 die Meisterprüfung ab und heiratet 1995 Silke Klever aus Neurath.   Der Weg für die Zukunft des Traditionsbetriebes Geuer ist somit schon beschritten, wie schon seit 1879 gewohnt, kann der qualitätsbewusste Kunde nach wie vor immer sicher sein, meisterliche Handwerksarbeit zu erhalten. Pünktlich zum Firmenjubiläum des Unternehmens Geuer im Jahre 2004 wurde nun auch die Angebotspalette des Betriebes um ein weiteres Highlight ergänzt: Neben der vielfältigen Auswahl an Grabmalen aller Gestaltungsrichtungen und Preislagen sind nun Produkte der GESTONEX-LINIE erhältlich. In gewohnter Qualität erwarten den interessierten Kunden seit kurzem hochwertige Unikatleuchten aus Granit, die es ihm ermöglichen, Lichtakzente im Wohnbereich zu setzen. Auch Stelen für die Gartengestaltung, die so nur hier erhältlich sind, runden das Sortiment ab. Letztendlich konnte 2004 auf dem Friedhof in Grevenbroich-Stadtmitte auf dem Schmetterlingsfeld, einem Grabfeld für in der Frühphase der Schwangerschaft verstorbene Kinder, die erste Beisetzung erfolgen. Die zentrale Stele dieses Grabfeldes war eine Geschenk des Betriebes Geuer an die Grevenbroicher Bevölkerung, der man sich seit jeher verbunden fühlt. 125 Jahre, sicherlich ein besonderes Firmenjubiläum. Für das Unternehmen Geuer aber eher der Ansporn, den bisher gegangenen Weg weiterzuführen: Neben dem „industriellen Grabmal“ bemüht man sich seit Generationen auch um die Fertigung von Grabmalen, die nach speziellen Kundenwünschen entworfen werden. Einem persönlichen Kundengespräch und einer umfassenden Beratung folgen Entwurfsskizzen, die nur ein Ziel im Auge haben: das fertige Grabmal, so individuell wie auch der Mensch, für den es gemacht wird. Dieses Streben nach dem Grabmal „jenseits der Uniformität“ äußerte und äußert sich auch immer wieder in der erfolgreichen Teilnahme an Ausstellungen und Wettbewerben zum Thema Grabmal. So konnte bereits schon einmal in der Firmengeschichte in den 80er Jahren das Leistungszeichen des Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerks erlangt werden, eine Auszeichnung für besondere handwerkliche Leistungen. Ferner präsentierte der Betrieb Geuer auf 3 Landesgartenschauen jeweils mehrere Grabmale einer breiten Öffentlichkeit, nachdem eine Jury der Landesinnung diese aus einer Vielzahl zur Bewertung eingereichter Arbeiten ausgewählt hatte. 125 Jahre Geuer, 125 Jahre Kundenservice der kurzen Wege im Herzen Grevenbroichs. Den interessierten Kunden erwartet an der Lindenstraße 63 eine Vielfalt an Grabmalen, die hinsichtlich der Materialien, Formen und Gestaltung ihresgleichen sucht. Hier nimmt man sich Zeit für den Kunden, von der Beratung bis zum fertigen Grabmal.
Michael_Geuer_I-bearb

Firmengründer Michael(Hubert) Geuer (I), *1840 +1892

Michael_GeuerII-bearb

Michael Geuer (II), *1874 +1945

Michael_GeuerIII-bearb

Michael Geuer (III), *1909 +1978

Michael_Geuer_IV_und_Sohn_Michael_Geuer_V-bearb Michael Geuer (IV), *1939 und Sohn Michael (V), *1966